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Ressource Wasser

Die Erde ist ein Wasserplanet. Etwa 70 % der Erdoberfläche wird von Wasser bedeckt. Das Wasser der Meere und Ozeane ist aber nicht oder nur eingeschränkt für den Menschen nutzbar. Das sind 97,5 % des globalen Wasservorkommens der Erde.

Lediglich 2,5 % des weltweiten Wasservorkommens sind Süßwasser. Und auch von dieser bereits sehr geringen Menge (35.000.000 Kubikkilometer) ist nur etwa 1 % für den Menschen nutzbar.

 

Abbildung 1 "Wasser der Erde" aus http://www.hydrogeographie.de

 

Das Problem der globalen Wasserversorgung liegt im wesentlichen darin, dass die geringe nutzbare Süßwassermenge der Erde sehr ungleich verteilt ist. Vor allem aus klimatischen Gründen gibt es Wasserüberschuss- und Wassermangelgebiete.

Eine Übersicht zu den Länder mit einen chronischen Wassermangel (weniger als 1000 m3 Süßwasser pro Kopf und Jahr) gibt folgende Tabelle:

 

Wassermangel seit 1955 Wassermangel seit 1990 Wassermangel ab 2025 (mittlere UN Projektion)

Malta

Qatar

Libya

Djibouti

Saudi Arabia

Oman

Barbados

United Arab Emirates

Morocco

Singapore

Yemen

Egypt

Bahrain

Israel

Comoros

Kuwait

Tunisia

South Africa

Jordan

Cape Verde

Syria

 

Kenya

Iran

 

Burundi

Ethiopia

 

Algeria

Haiti

 

Rwanda

 
 

Malawi

 
 

Somalia

 

 

Der globale Wasserverbrauch wird bis 2025 erheblich ansteigen (siehe Abb.2), vor allem in den sog. Entwicklungsländern aber insbesondere in Afrika und Asien. Diese Tendenz ist eng gekoppelt mit der Wasserknappheit und dem Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen.

 

Abbildung 2 "Globaler Wasserverbrauch 2025" aus http://www.unep.or.jp

 

Weitere Tabellen geben einen detailierteren Überblick:

- Erneuerbares Süßwasservorkommen nach Land

- Wasserverbrauch / Wasserbedarf nach Land

 

Wesentlichster globaler Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft, wobei in den Trockengebieten der Erde insbesondere der Bewässerungsfeldbau zu nennen ist. Abbildung 3 soll die zunehmende Tendenz im Wasserverbrauch nach Sektoren (Municipal=Kommune/Stadt, Industrial=Industrie, Agriculture=Landwirtschaft) von 1900 bis 2000 verdeutlichen. Die Landwirtschaft wird im wesentlichen zu einer verschärftenden Verknappung der Ressource Wasser beitragen.

 

Abbildung 3 "Steigender Wasserverbrauch global nach Sektoren" (http://www.infoforhealth.org)

Eine erschreckende Diskrepanz besteht in dem freien Zugang zu sauberen Trinkwasser auf der Erde (Abb.4). Insbesondere in afrikanischen Staaten haben die Menschen oft keinen Zugang zu sauberen Wasserressourcen. Hier liegt auch der Grund für zahlreiche Krankheiten bzw. Todesfälle in Verbindung mit Wassermangel und der Nutzung verschmutzten Wassers.

 

Abbildung 4 "Bevölkerung ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser" (http://www.worldwater.org))

Der ungehinderte Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer entsprechend hygienisch unbeeinträchtigten Abwasserentsorgung sind sicherlich die wichtigsten Grundvoraussetzungen zur Bewältigung von Wasserkonflikten.

Diese Tatsache haben die Vereinten Nationen (UN) erkannt und ein Programm zur internationalen Weltwasserdekade 2005 bis 2015 gestartet: "Water for Life" (Wasser - Quelle des Lebens). Weitere Informationen auf der UN-Webseite.

 

(c) M.Reiss 2006 - GaLaPlan-Marburg