AG GEWÄSSER
PRAGMATISCH Ein Name ist Programm: Die Ziele der AG „Gewässer pragmatisch“
Im Klartext: Das Leitbild „Naturnahe Gewässer“ ist das Ziel, die Auseinandersetzung mit den Trägern öffentlicher Belange die Realität. Es gilt also – das Ziel vor Augen – mit beiden Beinen in der Realität stehend zu handeln. Vor diesem Hintergrund eines anwendungsorientierten Ansatzes hat die Arbeitsgruppe „Gewässer pragmatisch“ folgende Ziele und Festlegungen formuliert:
Fachlich besteht hier also ein Bezug zum integrativ-ökologischen Ansatz, der Gewässer als ein komplex-vernetztes Ökosystem begreift. Hierunter fallen Aspekte wie die lineare Durchgängigkeit von Fließgewässern für Lebewesen von der Quelle bis zur Mündung; die horizontale Verknüpfung mit den Ufer- und Auebereichen und deren Puffer- und Retentionspotential für das Wasser und dessen Frachten sowie die Gewässer-Strukturvielfalt; die vertikale Beziehung des Oberflächengewässers zum unterirdischen Grundwasser und zum atmosphärischen Wasser (Niederschlag) sowie die Einbeziehung von Gewässerteilsystemen innerhalb dieser linearen, vertikalen und horizontalen Vernetzung (z.B. Stillgewässer, Altarme, Flutrinnen und Quellen in der Aue). Neben den
primär ökologischen Mehrfachfunktionen steht der Begriff Gewässer
aber auch für vielfältige sozioökonomische Funktionen wie
z.B. Freizeitnutzung, Energiegewinnung, Fischzucht, landwirtschaftliche
Nutzung, industrielle Einleitungen, Landschaftsbild (emotionale Bindung),
Landschaftsästhetik (Eigenart und Schönheit) und kulturhistorische
Bedeutung. Das sind alles Aspekte, die aus raumplanerischer Sicht beachtet
werden müssen. Es gibt also zahlreiche Interessen, aber auch der
Gewässerschutz braucht eine Lobby. |